Bitcoin-Erpressergruppe „Meridian Collective“ aktiv

Bitcoin-Erpressergruppe „Meridian Collective“ aktiv

Wieder eine neue Erpressergruppe: Das „Meridian Collective“ schickt Drohschreiben an mehrere Unternehmen in Europa. Die Gruppe, die bisher noch nicht öffentlich aktiv war, fordert 1 Bitcoin und droht bei Nichtbezahlen mit DDoS-Attacken. In ihrer Droh-E-Mail kündigen die Erpresser an, die Server ihrer Ziele am Freitag, 16.06., mit DDoS-Angriffen bis zu 300 Gbit/s zu attackieren. Um den Angriff zu stoppen, sollen die bedrohten Unternehmen ein Schutzgeld in Höhe von 1 Bitcoin (aktuell ca. 2.500 Euro) zahlen. Bisher erhielten vor allem Unternehmen aus Deutschland und Spanien Drohschreiben des Meridian Collectives.

 

 

Neue Masche: Kombination aus DDoS-Angriff und Ransomware

Zusätzlich zur angekündigten DDoS-Attacke drohen die Cyber-Kriminellen, sich Zugriff auf die Server ihrer Ziele zu verschaffen und die Datenbank zu beschädigen. Dabei würden sie die Daten auf den Servern mithilfe von Crypto-Ransomware verschlüsseln. Sollten die Unternehmen nicht bezahlen, wollen die Erpresser das Schutzgeld auf bis zu 10 Bitcoins (aktuell ca. 25.000 Euro) erhöhen. Ebenfalls ungewöhnlich: Die kriminelle Bande verspricht, den Unternehmen nach Bezahlen des Lösegelds beim Schließen der Sicherheitslücken behilflich zu sein. Dass diese Ankündigung nur ein Trick der Erpresser ist, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen, ist offensichtlich.

Screenshot der Droh-E-Mail, die die Erpressergruppe Meridian Collective verschickt:

Screenshot der Droh-Email des Meridian Collectives

Steigender Bitcoin-Kurs ruft immer mehr Erpresser auf den Plan

Das Drohschreiben des Meridian Collectives erinnert stark an andere Erpressergruppen wie XMR-Squad, Stealth Ravens und Armada Collective. Teilweise ist der Text sogar identisch mit den Schreiben der Gruppe Lizard Squad, die seit einigen Jahren Unternehmen bedroht. Vermutlich handelt es sich beim Meridian Collective um Trittbrettfahrer, da die Erpresserschreiben auch an Privatpersonen ohne eigene Website versendet werden. Generell sollten sich Unternehmen jedoch dennoch frühzeitig schützen, da Website-Ausfälle durch eine DDoS-Attacke Unternehmen immer Schaden wie bspw. Umsatzausfälle zufügen.

 

 

Bedroht Sie das Meridian Collective?

Sollte Ihr Unternehmen eine Droh-E-Mail der Gruppe erhalten, reagieren Sie nicht darauf und bezahlen Sie keinesfalls die geforderten Lösegelder. Wenden Sie sich an uns, wir schützen Sie mit unserer DDoS-Schutzlösung auch kurzfristig im Angriffsfall. Nur mit einer effektiven Schutzlösung können Sie sich vor künftigen Angriffsversuchen schützen. Nehmen Sie anschließend Kontakt mit der zuständigen Polizeidienststelle auf und erstatten Sie Anzeige.

 

Bitte beachten Sie: Für Privatpersonen, die keine Website betreiben, sollte keine Gefahr für einen DDoS-Angriff bestehen.

 

 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Das Notfallteam von Myra hilft bedrohten Unternehmen schnell und unkompliziert. Wir stehen Ihnen bei einem DDoS-Angriff zur Seite.

Hilfe bei DDoS-Notfall

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